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Chorfreizeit in Bad Ems vom 19. - 22.10.2006
Unsere Chorfahrt mit der Fa. Jürgens begann am Donnerstag Morgen um 8.00 Uhr in Haste und führte über Köln - wo wegen des Regens nur ein verkürzter Zwischen stopp eingelegt wurde - nach Bad Ems. Auf einer Raststätte hatten wir uns zuvor bei einem umfangreichen Mollenfrühstück tüchtig gestärkt. So konnten wir, ohne dass uns der Magen knurrte, die Fahrt zum BSW-Ferienhotel Lindenbach in Bad Ems gut überstehen. Hier hielt die Heimleitung schon Kaffee und Kuchen für uns bereit, und anschließend fand die Zimmerverteilung statt.
Um 18.00 Uhr gab es Abendbrot (kaltes und warmes Büfett), und um 20.00 Uhr begann eine Weinprobe ganz besonderer Art mit Winzermeister Edmund Scherer vom Weingut Scherer in Weinähr. Herr Scherer verstand es immer wieder unsere Lachmuskeln zu reizen, einmal durch seine launige Vortragsweise, indem er z.B. gekonnt Heinz Ehrhard imitierte, und außerdem durch seine witzigen Marionettenauftritte. Übrigens ist Herr Scherer durch Rundfunk, Presse und Fernsehen kein Unbekannter mehr.
Der 2. Tag startete nach einem reichhaltigen Frühstück mit einer Busfahrt rheinaufwärts nach Rüdesheim, wo zunächst das Niederwalddenkmal besucht wurde. Hier hatte man eine beeindruckende Aussicht auf den Rhein. In Rüdesheim war genügend Zeit, um die malerischen Gassen zu erkunden und sich zu stärken. Der Höhepunkt dieser Tagesfahrt war jedoch unbestritten die ca. 2-stündige Schiffsfahrt von Rüdesheim nach St. Goarshausen. Bei richtigem Bilderbuchwetter genossen alle die wunderschöne Landschaft. So war es kein Wunder, dass wir bei dem gemütlichen Abend in unserem BSW-Ferienhotel bester Stimmung waren. Es wurde ausgelassen getanzt, gesungen und Partyspiele unter der Regie des Entertainers "Michael" veranstaltet; ein gelungener Abschluss für diesen herrlichen Tag.
Auch der 3. Tag hielt einige schöne Überraschungen bereit. Erster Stopp und Besichtigungspunkt war das "Deutsche Eck" in Koblenz. Danach führte die Fahrt bei schönem Wetter das Moseltal entlang bis Cochem. Hier war eine längere Pause eingeplant, so dass die Möglichkeit bestand, die gut erhaltene Reichsburg zu besichtigen. Die Mühe des Aufstiegs wurde belohnt durch eine schöne Aussicht auf das Moseltal und den Ort Cochem. Weiter ging es durch die herbstlich verfärbte, wunderschöne Landschaft mit dem Ziel "Kloster Maria Laach" am Laacher See. Das Klosterist eine Benediktinerabtei (gegr. 1093) mit romanischer Kirche (erbaut 1156 - 1220).
In der Eifel befinden sich neben dem Laacher See noch etliche Kraterseen in erloschenen Vulkanen, sog. Maare, daher auch Vulkan-Eifel.
In der Klosterkirche durften wir einen weiteren Höhepunkt unserer Fahrt erleben. Nachdem wir die Erlaubnis eingeholt hatten, sang der Chor zwei geistliche Lieder: "Tebe Poem" und "Herr, deine Güte reicht so weit". Laut Aussage unserer Zuhörer war unser Vortrag ergreifend schön, was natürlich auch auf die hervorragende Akustik zurückzuführen war.
Bevor es nach Bad Ems zurückging, besuchten wir noch die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz, von wo wir noch einmal einen Blick über den Rhein auf Koblenz und das am Morgen besichtigte "Deutsche Eck" werfen konnten. Die Festung Ehrenbreitstein hat eine lange militärische Tradition und ist eine der am besten erhaltenen und größten Festungsanlagen auf dem europäischen Kontinent. Sie galt bei ihrer Fertigstellung im Jahre 1828 als uneinnehmbar. Spuren einer Burganlage lassen sich bis ins Jahr 1129 n.Chr. zurückverfolgen. Neue Funde belegen sogar eine Besiedlung um 4000 v.Chr.
Den Abschluss dieses Tages bildete ein Kegel- bzw. Spieleabend. Auch hierbei ging es wieder fröhlich zu, und die Wellen schlugen manchmal ziemlich hoch.
4. Tag - Abfahrtstag
Pünktlich um 9.00 Uhr waren alle am Bus versammelt, und nachdem wir unserem Geburtstagskind Lisa Wehrmann ein Ständchen gebracht hatten, starteten wir zur Heimfahrt über Limburg, Wetzlar und die Universitätsstadt Marburg, wo ein längerer Stopp eingelegt wurde. So hatten wir noch die Möglichkeit, mit dem Aufzug zur sehenswerten Altstadt hochzufahren. Einige von uns besichtigten noch die gotische Elisabethkirche, andere stiegen noch weiter hoch bis zum beeindruckenden Landgrafenschloss, das weithin sichtbar ist.
Ohne Staus oder andere Komplikationen erreichten wir alle wohlgelaunt und gesund pünktlich unsere Schaumburger Heimat.
Fazit: Es war eine tolle Fahrt! Renate Weise
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